Was passiert eigentlich, wenn man die Toilettenspülung betätigt - wie kann das Wasser alles wegspülen, wieso läuft im Normalfall nichts über und alles verschwindet einfach.
Es hat viele Jahrhunderte gedauert bis nun alles so funktioniert, wie es soll:
Schaut man in die Toilettenschüssel, sieht man dort immer etwas Wasser stehen. Unsere Klos sind also nicht mehr einfache Löcher im Boden, sonst würde das Wasser einfach weglaufen. Schaut man hinter die Schüssel, dann kann man das Rohr sehen, das nach hinten in die Wand verschwindet und dann nach unten führt.
Eine weitere "Spezialität" der Toilette kann man in einem kleinen Versuch ausprobieren: Was passiert, wenn man eine Tasse Wasser in die Schüssel kippt? - Richtig, gar nichts. Auch bei 20 Tassen Wasser hintereinander passiert gar nichts. Der Wasserstand verändert sich nicht. Das Wasser kann nie oben über den Rand laufen.
Schnitt durch die WC-Schüssel
1 Toilettendeckel
2 Siphon
3 Ablaufrohr
In der Zeichnung erkennt man, dass das Rohr einen Knick macht, bevor es in der Wand verschwindet. In diesem Knick steht das Wasser.
Schüttet man wenig Wasser – ein Glas oder auch 50 Gläser – in die WC-Schüssel, dann passiert gar nichts, denn das Wasser kann hinten aus der Kuhle herausfließen, und so leert sich die Schüssel von selbst.
Wenn man aber einen ganzen Eimer Wasser in die Toilette schüttet, dann passiert etwas anderes. Erst füllt sich die Schüssel, und dann wird alles herausgesaugt. Wenn also soviel Wasser hinein geschüttet wird, dass das gesamte Rohr vor und hinter dem Knick mit Wasser gefüllt ist, kann alles in einem zusammenhängenden Strom abfließen und erzeugt so eine Art Sog. Dieser Sog zieht alles, was in der Schüssel liegt, mit und Sog hört dann auf, wenn wieder Luft in das Rohr kommt. Dann stoppt es, und es bleibt wieder der Rest Wasser in dem Knick übrig.
Hier weiterlesen - Der Spülmechanismus oder Der Druckspüler.