Wir haben versucht genau zu überlegen, was wir warum einbauen wollen und haben dann die Hersteller gefragt, ob sie uns die Dinge zur Verfügung stellen.
Wir haben uns für ein wandhängendes WC entschieden, weil die Klos nicht auf dem Boden stehen sollen, dann kann man besser sauber machen. Natürlich soll es auch eine WC-Brille geben. Die Musterräume sind im 2. Obergeschoss, dort brauchen wir ein Eckwaschbecken, weil man bisher nämlich immer die Tür in den Rücken bekommt, wenn man sich die Hände wäscht. Das Urinal, das wir ausgesucht haben, hat keinen Rand, so kann es auch einfacher sauber gemacht werden. Diese Dinge wurden uns von der Firma Duravit zur Verfügung gestellt.
Bei dem Wasserhahn haben wir einen selbstschließenden ausgesucht, das ist wassersparend, es kann keine Überflutung gemacht werden, und außerdem muss man nach dem Händewaschen nicht mehr den Wasserhahn anfassen. Die beiden Armaturen wurden uns von Conti geliefert.
Von Geberit kommt alles, was man sozusagen nicht sieht, Rohre, Anschlüsse und der neuen Spüler. Das wahrscheinlich beste ist die Sensorautomatik für das Urinal.
Und dann gibt es noch die vielen kleinen, aber sehr wichtigen Ausstattungsdinge, die wir von der Firma Air Wolf erhalten:
In den Ferien haben wir unsere Mustertoiletten im 2. Obergeschoss gestrichen.
Dann wurden die gesponserten Dinge installiert, es gab sogar eine neue Decke und neues Licht. Natürlich sollen nach den Mustertoiletten auch die anderen neu gestaltet werden.
Im Herbst 2008 haben wir Vertretern der AKNW, der Presse und den Lehrern den Zwischenstand unserer Planung präsentiert. Daraufhin erschienen Artikel in der WAZ, der Rheinischen Post, dem Wochenanzeiger und sogar im NRW-Teil des Focus. Danach ging es dann erst richtig los.
Wir, die AG „AG“, hatten nun neben der ganzen Arbeit auch noch viele Pressetermine. Zuerst kam am 6.November das WDR Fernsehen und die BILD Zeitung. Das war für uns alle das ersten Mal, es war sehr aufregend und spannend. Eine Woche danach hatten wir Besuch vom Radio, das war lustig, weil wir alle gleichzeitig rufen sollten „Wir wollen müssen dürfen“. Das hat natürlich nicht beim ersten Mal geklappt. Es war für uns alle einen große Motivation, die vielen Bilder und Texte, die über unser Projekt berichteten und hat uns auch stolz gemacht. Nun waren wir sicher, dass unsere Planungen auch Realität werden können.
Die Schulleitung stimmte zu, drei Projekttage mit allen Schülern durchzuführen. Vom 28. - 30. Januar sollte dann ein Großteil umgesetzt werden. In insgesamt 44 Projektgruppen arbeiteten rund 650 Schüler der Klassen 7-10, um die Schule zu unserer Schule zu machen.
Es war einiges an Organisation erforderlich, um Lehrer und Schüler den Gruppen zuzuordnen. Aber auch, um für fast jede Gruppe einen Fachmann zu finden. Denn auch weiterhin sollten die Schüler unter fachlicher Anleitung selber machen. Alles, was wir uns in der Planungsphase überlegt haben, sollte endlich von allen umgesetzt werden.
Viele Arbeiten waren sehr ungewohnt und wir mussten viel lernen. So waren wir froh, dass wir auch eine Gruppe hatten, in der die Schüler zum Ersthelfer ausgebildet wurden. Sie lernten wie, man Wunden versorgt und wie man sich verhält, wenn ein Unfall passiert.
Wir haben alles Mögliche gemacht, natürlich hat ein Großteil der Schüler gestrichen. Ca. hundert klebten, pinselten und putzten unter der fachlichen Anleitung der GBAmbH (Gesellschaft für Berufliche Aus- und Weiterbildung).
Viele Schüler aus unserer AG hatten sich für die Graffiti-Gruppe entschieden und haben zusammen mit dem Graffiti-Künstler Marten Dalimot eine riesige Unterwasserwelt im Foyer entstehen lassen. Die Fachleute der GBAmbH habe auch geholfen, die von uns entworfenen Blumenkübel aus Beton zu gießen. Das Bepflanzen hat eine weitere Gruppe übernommen. Jetzt gefällt uns unser Foyer viel besser.
Unterstützung von der Universität Duisburg Essen erhielten wir für die Durchführung einer Hygieneuntersuchung. Bereits vor den Projekttagen machte diese Gruppe sogenannte Abklatschtests, damit danach im Labor gezüchtet werden konnte, was entnommen wurde. Während der Projekttage haben wir dann in der Uniklinik Essen viel über Bakterien und Hygiene gelernt und uns angeschaut, was gezüchtet wurde.
Aber das Ergebnis war beruhigend, denn alles kann mit Händewaschen beseitigt werden.
Jetzt fehlt nur noch die Renovierung der unansehnlichen Außentoiletten. Eine Gruppe hat sich damit beschäftigt, wie man sie verbessern könnte und wie Vandalismus und Verschmutzung eingedämmt werden können. Sie stellten fest, was auf den Toiletten fehlt, wie z.B. Seife oder Toilettenpapier, und dass die Kabinen sehr eng sind.
Noch konnte an den Außentoiletten nichts geändert werden. Aber wir haben jetzt eine gute Grundlage für die weitere Planung und freuen uns, dass die Außentoiletten als nächstes Projekt angegangen werden.