Bei Ihnen zu Hause ist eine saubere und voll funktionsfähige Toilette eine Selbstverständlichkeit. Ein Thema, über das man gar nicht zu sprechen braucht. Aber haben Sie mal Ihre Kinder gefragt, wie es in der Schule aussieht? Oder sich gar das Schulklo persönlich angesehen?
Tun Sie das nur, wenn Sie wirklich starke Nerven haben. Viele Schultoiletten sind völlig verwahrlost. Oft sind noch alte WC-Schüsseln aus den 60er Jahren installiert. Die Brillen sind lange verschwunden, sonstige Armaturen funktionieren nicht, Seifenspender spenden schon lange nichts mehr, Toilettenpapier ist Mangelware.
Kein Wunder, dass solche Räume von den Benutzern nicht gerade pfleglich behandelt werden. Die Folge ist eine Art Gewaltspirale. Dass die Toiletten zu selten gereinigt werden, ist nur das Tüpfelchen auf dem i.
Viele Kinder ekeln sich vor diesen Zuständen - zurecht! Denn hier lauern Gefahren für die Gesundheit. In Umfragen wurde festgestellt, dass manche Kinder bewusst versuchen, einen Toilettenbesuch in der Schule zu vermeiden. Das heißt, sie trinken nichts oder zuwenig. Mit schweren Folgen für die Gesundheit und den gesamten Schulerfog:
Ohne Klassenraum kann man nicht lernen - ohne funktionales Schulklo aber auch nicht!
Was können Sie als Eltern tun?
Natürlich können Sie zum Direktor oder zur Schulbehörde gehen. Doch dort wird man Ihnen in der Regel sagen, dass kein Geld vorhanden ist.
Die erfolgversprechendste Lösung ist die Selbsthilfe. An einigen Schulen wurden bereits sehr erfolgreich Schulklo-Selbsthilfeprojekte durchgeführt. Normalerweise geht dies von den Schülern aus. Doch natürlich sollten sie von den Erwachsenen nach Kräften unterstützt werden.
Unterstützen Sie Ihre Kinder, wenn Sie mit dieser Idee zu Ihnen kommen. Die Beteiligung an einem Selbsthilfe-Projekt fördert die soziale Entwicklung und das Selbstbewusstein. Mit ihrer Kreativität und Unbefangenheit erreichen Kinder erstaunlich viel. Selbermachen ist nachhaltig und wird über Schülergenerationen beschützt.
Vielleicht kennen Sie Handwerker, die man ansprechen könnte. Vielleicht können Sie bei Aktionstagen helfen. Oder zumindest dabei, den Direktor zu überzeugen und andere Eltern zu aktivieren.