Oftmals werden in Schulen Druckspüler verwendet, diese sind ungewohnt (anders als zu Hause) und erscheinen oft unhygienisch, daher möchte man sie nicht unbedingt anfassen. Manchmal sind die Spülungen auch einfach defekt.
Lösung: Hygieneuntersuchungen durchführen und dadurch Ängste nehmen. Alles, was man da anfasst, kann man mit Händewaschen entfernen. Und das soll man ja sowieso machen, nach der Toilettenbenutzung. Außerdem: Reparieren der Spüler oder Ersetzen der Spüler.
Hier erhebt sich wieder einmal die Frage: Was war zuerst da - Huhn oder Ei? Ekelhaftes Klo oder Daneben-Benehmen?
Wenn die Toilette sauber ist, wird im Allgemeinen auch nicht daneben gepinkelt.
Das gar nicht geputzt wird, ist eher selten. Häufig kann auf Grund von Zeitmangel nur oberflächlich geputzt werden. Auf dem Boden stehende Austattungsgegenstände oder bodenstehende WCs behindern das Putzen zusätzlich.
Lösung: Austausch der bodenstehenden Dinge.
In die Fliesen kann nichts eindringen, solange diese nicht defekt sind (Haarrisse, etc.), wohl aber in poröse Verfugung. Dort können sich Dreck, Haare, etc. eingenistet haben. Dies bildet den Nährboden für Schimmel und das Festsetzen von Gerüchen.
Lösung: Fugen herauskratzen, was ein fast unmögliches Vorhaben ist, denn dabei werden die Fliesen sehr leicht auch beschädigt. Daher: Runter mit Fliesen und Fliesenkleber, neu verfliesen. Manchmal hilft auch Grundreinigung mit Salzsäure (nur in den Ferien von Reinigungsfirma).
Bei Neuplanungen oder Grundsanierungen empfiehlt sich der Einsatz von Fliesen mit Hydrotect-Oberflächen (siehe Wand und Boden). Die typischen unangenehmen Gerüche in Sanitäranlagen sind Vergangenheit, wenn Hydrotect im Einsatz ist. Denn die Bakterien, die den Geruch auslösen, werden schnell und gründlich zersetzt. Das Ergebnis: In Sanitärbereichen ist gute Luft.
Unappettitliche Gerüche entstehen durch schlechten Geruchsverschluss, verstopfte, falsch montierte oder defekte Siphons.
Geruchsverschlüsse bzw. Siphons verbinden den Ablauf mit der Abwasserleitung. Sie können auch in den sanitären Einrichtungsgegenstand integriert sein, wie beispielsweise bei WC-Becken. Geruchsverschlüsse verhindern durch Zurückhalten einer geringen Wassermenge den Austritt von Gerüchen und Kanalgasen aus Abwasserleitungen.
Die Gerüche entstehen, wenn Haare oder Papierreste im Abflussrohr eintrocknen und sich dort ablagern. Dadurch entstehen Faulgase, vor allem dann, wenn keine regelmässige Benutzung der Leitungen besteht.
Der Bodenablauf, auch Gully genannt, soll auf den Boden spritzendes Wasser geordnet ableiten, damit es keine Überschwemmung im Klo gibt. Im Gully ist konstruktiv ebenfalls ein sogenannter Geruchsverschluss vorgesehen. Da kaum jemals Wasser in den Gully gelangt, trocknet der Geruchsverschluss langsam aus und kann seinen Zweck nicht mehr erfüllen, die Folge ist Gestank.
Lösung: Geruchsverschlüsse funktionieren nur, wenn sie mit Wasser gefüllt sind. Wasser in den Gully und selten genutzte Abflüsse schütten, lieber zuviel, als zuwenig, denn überflüssiges läuft ja ab. Ein altes Hausmittel wäre zum Beispiel zwei Esslöffel Salz in den Abfluss geben und einwirken lassen. Hilft aber leider nur manchmal.
Entwässerungsleitungen müssen belüftet sein, um Kanalgase nach draußen abzuleiten und einen Druckausgleich im Entwässerungssystem herbeizuführen.
Bei einem durchschnittlichen Spülvorgang entsteht ein Unterdruck im Abwassersystem. Diese Druckdifferenz muss durch eine Belüftung ausgeglichen werden. Wenn keine Luft zugeführt wird, entstehen leergesaugte Geruchverschlüsse, es muss jedoch genügend Sperrwasser im Geruchverschluss stehen bleiben, um abzudichten. Eine mechanische Be- und/oder Entlüftung ist notwendig, um Feuchtigkeit und Gerüche sicher abführen zu können.
Lösung: Siphon kontrollieren, überprüfen, reparieren, Wartungsintervalle beachten. Innenliegende Toilettenräume ohne Fenster müssen be- und entüftet werden durch Ventilatoren. Diese sind allerdings oft überaltert oder defekt.
Urinstein ist die häufigste Ursache für Gestank, zu finden in WC-Becken, Urinalen und daneben. Diese kristalline Ablagerung entsteht durch Ausfällungen des Urins in fester aber auch pastiger Form. Es ist die chemische Reaktion des kalkhaltigen Wassers mit dem Urin. Der gelöste Kalk verbindet sich mit dem Urin und zu einer unlöslichen Kalk-Magnesiaverbindung (Carbonate, Oxalate, Phosphate, Sulfate) und Mineralien (Stuvit, Hydroxylapatit, Kalzit). Zu einem festen Stoff wird es durch einen hohen pH-Wert.
Lösung: Gründlich putzen